Dekanter

Ein hochwertiger Dekanter darf im Sortiment eines echten Wein-Connaisseurs nicht fehlen, denn den optimalen Trinkgenuss erreicht man bei Weinen, die eine lange Zeit gelagert wurden, nur durch richtiges Dekantieren und Karaffieren.


Dekantieren und Karaffieren von Wein
Dabei wird der Inhalt der Flasche in eine Glaskaraffe – einen so genannten Dekanter – umgefüllt. Vor allem Rotweine profitieren maßgeblich von diesem Vorgang. Aber warum das Ganze? Und was ist der Unterschied zwischen Dekantieren und Karaffieren?


Manche Weine müssen atmen
Nun, schwere Rotweine müssen atmen. Nur so entfalten sie ihre edlen Aromen und ihren vollen Geschmack. Dazu ist die kontrollierte Zufuhr von Sauerstoff nötig, sodass die Säuren-, die Ester- und die Kohlenwasserstoffverbindungen sich rasch mit dem Sauerstoff verbinden und der gute Tropfen seinen edlen Geruch preisgeben kann. Dieser Vorgang wird „Karaffieren“ genannt und die spezielle Form eines Dekanters ist dafür perfekt geeignet. Diese Sauerstoffanreicherung begünstigt vor allem die Geschmacks- und Geruchsentwicklung von jungen Weinen.

Verunreinigungen trüben den Weingenuss
Vom „Dekantieren“ spricht man, wenn die Flüssigkeit des Weines vom Bodensatz – dem Depot – getrennt wird. Dieser sammelt sich vor allem bei älteren Rotweinen nach langen Lagerzeiten (mindestens sechs bis acht Jahre) am Boden der Flasche.
 
Die festen Rückstände sind größtenteils Farb-und Gerbstoffe, können aber auch Weinstein enthalten. Da diese Verunreinigungen am Flaschenboden den Genuss des Weines stark beeinflussen, werden sie beim Umfüllen in einen Dekanter in der Weinflasche zurückgelassen. Dazu ist ein ruhiges Händchen nötig und gute Augen, damit man den Prozess rechtzeitig abbricht und keine Verunreinigungen des Bodensatzes mit in den Dekanter gießt. Dort kann der Rotwein sich dann auf eine angenehme Raumtemperatur erwärmen.

Das Dekantieren von Weißweinen
Obwohl das Dekantieren hauptsächlich bei Rotweinen üblich ist, so werden mittlerweile auch sehr gehaltvolle Weißweine in einen Dekanter umgefüllt. In diesem Fall geht es in erster Linie um die Entfaltung der auserlesenen Weinaromen im Dekanter und nicht um eine Trennung von Flüssigkeit und Bodensatz. Der Vorgang muss bei Weißweinen jedoch recht kurz gehalten werden, da dieser sich nicht auf Zimmertemperatur erwärmen darf. 
Es gibt Dekanter in vielen exotischen Formen und ausgefallenen Designs. Wir haben uns bewusst dazu entschieden die Form unseres Dekanters nahe der klassischen Karaffenform zu gestalten. Wir sind der Meinung der flache und breite Bauch des Dekanters in Kombination mit dem langen, schmalen Hals begünstigt die Sauerstoffanreichung des Inhalts optimal und fördert so den Trinkgenuss.
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TIPPS ZUM UMGANG

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(1) Die richtige Füllmenge

Grundsätzlich gibt die Größe des Dekanters dessen ideale Füllmenge preis. Auf jeden Fall sollte der Wein sich nur im Bauch des Dekanters ausbreiten, damit er genügend Platz hat sein Aroma zu entfalten. Ältere Rotweine sollten sehr behutsam und über einer Lichtquelle umgefüllt werden. So kann man sehr leicht das Depot vom reinen Wein trennen und erreicht den optimalen Trinkgenuss.

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(2) Warum Dekantieren?

Das Umfüllen des Weines in eine Karaffe wird gemeinhin als „dekantieren“ bezeichnet. In Wahrheit ist „dekantieren“ jedoch die Trennung der reinen Flüssigkeit vom Depot des Weines am Flaschenboden. Die plötzliche und kontrollierte Zufuhr von Sauerstoff wird eigentlich „karaffieren“ genannt. Dabei gehen die Säuren, die Ester- und die Kohlenwasserstoffverbindungen sehr rasch Verbindungen mit Sauerstoff ein und schließlich entfaltet sich das volle Aroma des edlen Weines. In der Flasche selbst verhindert der Stoff Tannin eine Reaktion der oben genannten Stoffe und fördert so eine lange Haltbarkeit des Inhalts. Da der Wein sich beim Dekantieren selbstverständlich an die Zimmertemperatur anpasst, ist dieser Vorgang hauptsächlich für Rotweine zu empfehlen. Sehr gehaltvolle Weißweine profitieren ebenfalls von einem kurz-gehaltenen Dekantier-Vorgang.

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(3) Die richtige Pflege für Dekanter

In Dekanter bilden sich sehr schnell Ablagerung am Boden die je nach Design und Form meist schwer zu erreichen und zu entfernen sind. Darum ist es ratsam, Dekanter sofort nach dem Gebrauch mehrmals mit warmen Wasser auszuspülen. Falls dies aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, sollte man bei der Reinigung des Dekanters nur bedingt auf kleine Mengen Spülmittel zurückgreifen. Alternativ bietet sich der Einsatz von einem Päckchen Backpulver gemischt mit einem Liter heißen Wasser an. Nach einer gewissen Einwirkzeit und ordentlichem Ausspülen, erstrahlt der Dekanter erneut in kristallklarem Glanz. Kalkrückstände trüben den Glanz der Glasoberfläche, können jedoch spielend leicht mit destilliertem Wasser entfernt werden. Zum Trocknen sollte der Dekanter so hingestellt werden, dass die Flüssigkeit zur Gänze aus dem Gefäß abrinnen kann. Am Besten man stellt den Dekanter auf eine entsprechende Halterung. Befolgen Sie diese Reinigungshinweise, so wird Ihr Dekanter eine lange Lebensdauer haben.


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